Drei Bauarbeiter sind dabei, Steine zu behauen,
als ein Kind dazu kommt und den ersten Arbeiter fragt: „Was tust Du da?“
„Siehst Du das denn nicht?“, meint der und sieht nicht einmal auf. „Ich behaue Steine!“
„Und was tust Du da?“ fragt das Kind den zweiten.
Seufzend antwortet der: „Ich verdiene Geld, um für meine Familie Brot zu beschaffen. Meine Familie ist groß.“
Das Kind fragt auch den dritten: „Was tust Du?“
Dieser blickt hinauf in die Höhe und antwortet leise: Ich baue einen Dom!“
(nach Manfred Frigger)
Ich mag diese Geschichte sehr.
Alle drei Arbeiter verrichten genau die gleiche Arbeit: Sie behauen Steine.
Und doch gibt jeder von ihnen auf die Frage des Kindes eine völlig andere Antwort:
Der eine hat die konkrete Tätigkeit im Blick. Der andere denkt dabei an das Wohlergehen seiner Familie. Der dritte Gefragte schaut weit in die Zukunft und hat vor Augen, welches Bauwerk am Ende entstehen soll.
An dieser Stelle hört die Geschichte auch schon auf. Ich fände es spannend, wie es wohl weitergeht. Wie sieht der Feierabend bei den drei Arbeitern wohl aus? Was erzählen sie von ihrem Arbeitstag? Wie zufrieden gehen sie abends wohl ins Bett?
Machen die verschiedenen Antworten der drei auf die Frage des Kindes auch dafür einen Unterschied?
Ich frage mich, welcher der drei Arbeiter ist mir selber wohl am ähnlichsten? Und beim darüber Nachdenken merke ich: Es kommt drauf an – z.B. um welche Tätigkeit es geht oder auch wie gestresst oder gelassen ich gerade unterwegs bin.
In jedem Fall aber merke ich: Es tut mir gut, gerade auch bei meinen alltäglichen To-dos meinen Blick zu weiten und mich zu fragen: Für wen tue ich das eigentlich ? – Und wofür ist es gut? Was ist der Sinn dahinter? – Bei der einen oder anderen Sache fällt mir dann vielleicht auf, dass ich es getrost auch einfach bleiben lassen kann…
Auch für uns als Gemeinde kann es wohltuend sein, nicht nur einzelne Aufgaben vor Augen zu haben, sondern auch immer wieder das große Ganze mit in den
Blick zu nehmen: Wir bauen gemeinsam Kirche – jeder mit seinen Gaben und jede mit ihrem Engagement.
Und dabei tut es mir gut zu wissen:
Ich bin nicht alleine auf dieser Baustelle – wir bauen miteinander und mit Gott 😊
Ihr / Euer Jugendreferent Christian Blank



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